Lissabon mit Kids

4 Nächte mit unseren Kindern in Lissabon.

Das Wetter war für Juli in Portugal ungewöhnlich kühl und wolkig. Unsere Tochter Frida hat sogar nach zwei Tagen aufgehört, kurze Hosen zu tragen und ist zu Leggins gewechselt. Abends draußen vor dem Restaurant saßen die Kinder oft fröstelnd in ihre Pullis gewickelt 🙈 aber gut. Für eine Großstadttour sind milde Temperaturen ja nicht das Schlechteste!

Schon unser Weg ins Appartement war eine Herausforderung . War die Busfahrt vom Flughafen bis zum Praça dos Restauradores noch recht entspannt, war der Fußweg, der dann kam, echt ne Hausnummer. Denn Lissabon wurde auf sieben Hügeln erbaut, so dass man doch einiges an Höhenmetern zu bewältigen hat.

Wir sind übrigens gelaufen…

Das Appartement war prima. Als Familie würden wir allerdings das nächste mal eine andere Unterkunft wählen. Ich hatte mich im Vorfeld schon damit beschäftigt, welcher Stadtteil zum Wohnen für Touris gut geeignet ist. Und in der Tat ist Baixa recht zentral. Und die ganzen Restaurants draußen in den engen Gassen laden zu gutem Essen und dem einen oder anderen Glas Wein ein. Leider ist auch nachts bis weit nach 24 Uhr noch erheblich Trubel draußen in den Gassen und im Hausflur, so dass die Nächte nicht sonderlich erholsam waren.

Der Verkehr hier ist furchtbar. Weder Fußgänger noch Autofahrer geben besonders viel auf Dinge wie Zebrastreifen oder Verkehrszeichen und es artete für mich regelmäßig in Stress aus, mit den Kindern die Straße zu überqueren.

Das Aquarium von Lissabon, das Oceanário de Lisboa auf dem ehemaligen Expogelände, auf das ich echt richtig gespannt war, war ganz schön. Es stach jetzt aber nicht besonders raus und jeder, der schon mal in dem einen oder anderen Aquarium war, wird nicht all zu viel Neues entdecken. Aber wir hatten trotzdem einen schönen Nachmittag.

Toll war unser Ausflug auf die Burgruine von Lissabon. Wunderschön auf einem der Hügel gelegen direkt am Tejo bietet Castelo de São Jorge einen fantastischen Blick über Lissabon. Spannend zu sehen fand ich, dass viele der Bereiche offen zugänglich waren, die in Deutschland wohl aus Sicherheitsgründen abgesperrt gewesen wären. Da ging der Weg über lose und wackelige hochstehende Pflastersteine. Teilweise waren die Mauerbrüstungen nur Kniehoch und man konnte sogar ein bisschen auf einigen Mauern und Burgresten rumklettern. Das wäre in unserer Heimat wohl kaum denkbar gewesen. Neben dem Klettern waren wohl die vielen freilaufenden Pfaue in Nähe des Cafés (in dem man übrigens nur bar zahlen konnte…) ein Kinderhighlight.

Leider erst am letzten Tag haben wir noch eine Stadttour im TukTuk gemacht. Es hätte sich vermutlich als schlau erwiesen, das eher am Anfang zu machen, um einen Überblick über die Stadt und die Sehenswürdigkeiten zu erhalten. Aber es war trotzdem ganz schön und unser Fahrer José war echt großartig.

Typische enge Gassen

Da sind wir mit unserem Fahrer José

Auch einen Nachmittag im Park „Jardim do Principe Real“ erwies sich als ausgesprochen schön. Der Spielplatz war zwar etwas klein und eher was für jüngere Kinder, aber die Bäume dort hatten riesige dicke Wurzeln und die Äste sahen sehr lustig aus. Zum Klettern waren sie fantastisch geeignet. Und in dem kleinen Café mit Sonnen- und Schattenplätzen und einem Gitarrenspieler, der für musikalische Untermalung sorgte, waren wir mit unserem Kaffee bestens versorgt, während die Kinder verstecken spielten.

Alles in allem kann man sagen, dass Lissabon ne echt schöne Stadt mit einer spannenden Geschichte ist. Und doch ist mir wieder mal aufgefallen, dass wir keine (Groß-) Stadtfamilie sind. Viel Verkehr, viele Menschen, Enge und Lärm stressen uns eher, als dass es uns bereichert. Nichtsdestotrotz wissen wir die Vorteile einer städtischen Infrastruktur durchaus zu schätzen. Lissabon war schön. Aber nun sind wir doch froh, ins dörfische Leben in Zentralportugal eintauchen zu können.

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